Milchbrötchensucht

Ein Milchbrötchen, das von einer unglaublich langen Zunge abgeleckt wird, weil es so furchtbar lecker ist.
Milchbrötchen. Jedes mal, wenn ich an ihnen im Supermarkt vorbeilaufe, spüre ich eine unglaubliche Versuchung. „Kauf uns, wir sind lecker!“, rufen sie mir zu. Aber ich weiss, dass ich widerstehen muss. Die böse Macht des süßen, fluffigen Gebäcks darf nicht Besitz von mir ergreifen. Und doch werde ich ab und zu schwach und so landet ein Päckchen mit 12 dieser lieblichen Teigkreationen in meiner Einkaufstasche.

Auf dem Heimweg male ich mir dann aus, was ich mit ihnen anstellen werde. Vielleicht schneide ich sie auseinander und bestreiche sie mit Butter, Marmalade oder Nutella. Oder ich tunke sie in Milch bis sie ganz prall bei jedem erfrischenden Bissen tropfen. Vielleicht mache ich es auch wie meine Mutter und presse sie zusammen, bis sie nur einen Bruchteil ihrer Originalgröße haben und lasse dann jeden kleinen Happen sein Volumen und seine Aromen in meinem Mund ausbreiten. Meine Mutter ist nämlich ebenso von diesem Gebäck begeistert. Das ist wohl genetisch bedingt.

Zuhause geht es dann zur Sache. Die Folie wird gewaltsam aufgerissen und schon schnappe ich mir mir das erste Milchbrötchen. Darauf folgt das nächste und das nächste. … Und eventuell noch eins. Und dann noch eins, aber dann ist schluss. Okay ein letztes noch. Nach sechs Stück erlange ich dann meistens meine Beherrschung und meine Vernunft zurück und habe ein schlechtes Gewissen. Abgesehen von den höchstwahrscheinlich erschreckend hohen Kalorienzahlen, die ich mir wirklich garnicht erst ansehen will, ist es bestimmt nicht gesund, sich so zu ernähren. Ich habe nämlich insgesamt eine große Vorliebe für alles Keks- und Kuchenähnliches. Und wenn ich mich mit der hier beschriebenen Gier an solchen Lebensmitteln bediene, bleibt nicht mehr viel Platz für Gesundes.
Aber für seine Gene kann man ja nichts machen, also muss ich wohl damit leben… ;)


1 Antwort auf „Milchbrötchensucht“


  1. 1 flipp 18. Oktober 2009 um 1:09 Uhr

    ich bin ja überzeugt, dass die da irgendwas reinmischen in die milchbrötchen.

    der kleine selbstbetrug funktioniert noch besser, wenn man die dinger „gesund“ belegt: so mit tomate und mozzarella *lecker*

    lg flipp

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